Aufruf des Jugendblocks auf der revolutionären 1.Mai Demo

Als Bündnis des „Refugee Schul- und Unistreik Berlin“ unterstützen wir den Aufruf des Jugendblocks auf der 1.Mai Demo, der sich solidarisch mit dem Protest für die Rechte von Geflüchteten zeigt. Im Jugendblock wird es einen Redebeitrag von uns geben.

„UNSERE Zukunft statt IHRER Profite! Heraus zum Jugendblock auf der revolutionären 1. Mai Demo!

Es geht wieder aufwärts mit der Wirtschaft in Europa. Die Profite sprudeln. Doch nur für einige und auf Kosten der breiten Bevölkerung. Insbesondere Jugendliche haben täglich die Folgen zu spüren.

Wer überhaupt das Glück hatte, einen Studien- oder Ausbildungsplatz zu bekommen, sitzt häufig am Ende ohne Job auf der Straße oder findet sich in unsicheren Arbeitsverhältnissen mit Befristungen, unbezahlten Praktika, Trainee-Stellen und Voluntariaten wieder. Dies bietet keine Basis für eine sichere Zukunft. Durch Leiharbeit und Niedriglöhne reicht das Geld, das man bekommt, vorne und hinten nicht.

Diese miesen Aussichten treiben immer wieder Jugendliche in die Hände der Bundeswehr. Mit massiver Werbung in Radio und Fernsehen, in Schulen und auf Jugendmessen, präsentiert sich die Bundeswehr als vermeintlich attraktiver Arbeitgeber. Darauf zielen auch die Bemühungen der neuen Verteidigungsministerin, die Bundeswehr zum familienfreundlichsten Unternehmen Deutschlands zu machen. Es soll damit gepunktet werden, dass die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen dort nicht ganz so schlecht sind wie überall sonst. Doch der Schein des familienfreundlichen, sicheren Arbeitsplatzes trügt. Statt junge Menschen zum kritischen Denken anzuregen, zum Hinterfragen und Reflektieren, stehen absolute Gehorsamkeit und Disziplin als oberste Gebote in der Kaserne. Verpflichtung über mehrere Jahre, Beteiligung an Kriegseinsätzen, töten oder getötet werden, sind die Konsequenzen. Viele kommen traumatisiert zurück. Über die Gefahren wird kaum gesprochen, schon gar nicht von Seiten der Bundeswehr. Auch DGB-Chef Michael Sommer interessiert sich nicht dafür. Er propagiert eine stärkere Zusammenarbeit der Gewerkschaften mit der Bundeswehr. Doch wir wissen: Die Bundeswehr, die jetzt noch mehr „Verantwortung“ in der Welt wahrnehmen soll, ist kein alternativer Arbeitgeber für uns! Gerade vor dem Hintergrund, dass sich dieses Jahr der Beginn des 1. Weltkriegs zum 100. Mal jährt, müssen wir auf die Folgen von Krieg und Militarisierung für die Jugend aufmerksam machen.

An Schule und Universitäten regt sich Widerstand. So setzen immer mehr SchülerInnen durch, dass die werbenden Jugendoffiziere Hausverbot an ihren Schulen bekommen. Die Debatte um die nicht Einhaltung der sogenannten Zivilklausel – also das Verbot der militärischen Forschung an Hochschulen – führt immer wieder zu Protesten unter Studierenden. Hier können wir aktiv dafür sorgen, dass es nicht zu einer weiteren Militarisierung unserer Gesellschaft kommt. Auch auf gesamtpolitischer Ebene tut sich was. Immer öfter stellt sich die Jugend dagegen, dass ihr die Perspektive genommen wird. Zuletzt hat sich dies in Berlin bei den Schul- und Bildungsstreiks gezeigt. Hier haben die Jugendlichen nicht nur ein starkes Zeichen gegen Bildungsabbau gesetzt, sondern sich darüber hinaus solidarisch mit den Geflüchteten in Berlin gezeigt.

Auch an den Hochschulen flammen immer wieder Proteste gegen zu hohe Zugangsbeschränkung und Studiengebühren auf. Und nicht zuletzt stellen die Gewerkschaftsjugenden sich immer wieder der Streichung von Ausbildungsplätzen entgegen. Dies wird ergänzt durch den Kampf um bessere Ausbildungsbedingungen und –vergütungen sowie eine gesicherte Übernahme, denn diese ist in immer weniger Betrieben die Regel. Und auch da wo übernommen wird, passiert dies meistens nur befristet. Gegen dieses Verschachern unserer Zukunftsperspektive regt sich Widerstand.

Nicht nur für uns sind sichere Zukunftsperspektiven in puncto Arbeit wichtig, sondern auch für diejenigen, die hierherkommen um Schutz und Hilfe zu suchen. Solidarisch stehen wir an der Seite der Geflüchteten und unterstützen ihren Kampf unter anderem für die Abschaffung der Arbeitsverbote, die Anerkennung ihrer Abschlüsse sowie Aus- und Weiterbildung. Daran wollen wir mit unserem Jugendblock anknüpfen! Auch wenn von allen Seiten versucht wird, uns in Nationalität, Geschlecht oder Erwerbssituation zu spalten, müssen wir weiter gemeinsam für unsere Rechte eintreten. Genau dafür steht der 1. Mai: Für die Gegenwehr gegen immer mieser werdende Bedingungen und für die Solidarität untereinander. Also schließt euch am 1. Mai dem Jugendblock auf der 18-Uhr-Demo an. Einen Finger kann man brechen, doch fünf Finger bilden eine Faust! Gemeinsam für unsere Zukunft statt für ihre Profite! Der 1. Mai und die Zukunft gehören uns!“

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Ein Gedanke zu “Aufruf des Jugendblocks auf der revolutionären 1.Mai Demo

  1. https://www.facebook.com/Refugeemarch?fref=ts

    Solidarity with streiking refugees in Germany,,1th of May everywhere

    Dear comrades

    After the used populist / lumpenist and shit tactic from Berlin system for evicting the O’platz,and also policy virulence against the struggle in Bvaria ;for showing practical solidarity against the this politic and support the resistance the refugees continue strong until the reclaim the our rights:Our appointment date will be the 1th of May 2014 in the Streets
    if would like to do an alternative soli action, please feel free to do so.
    +++++++++++++++++++++++++
    The new movement( March 2012 till today) of asylum-seekers,refugees,the illegals (Non-citizens) in Germany now it is big enough to start a new phase of struggles, which will not be limited to the borders of each country(https://www.facebook.com/freedomnotfrontex) ,as separate battles. To unify theses battles as international actions against inhuman and racist & unequal laws, the supports and participations of all of you activists and awake conscious are needed. This movement in its essence is a battle against those mechanisms which reproduce systematically inequality, violence and discriminations, and therefore refugees and the illegal people! Then, let’s be part of this movement!

    To realize the achievements of democracy and in order to have the social welfare, social rights and security for everyone (independent of the color of skin, nationality, race , language, religion , sexuality and political views) there is still a long way which will not be passed without accompany and solidarity of all conscious people. In our struggle till now, we have closely experienced the possibility and the productivity of this kind of accompany and solidarity, as well as the unique power of people’s unity to change the inhuman conditions.

    There is no doubt that all of the dues and rights that people possess in modern societies are achieved through collective struggles; hoeever, the contemporary history showed that without permanent and continual struggles all these dues can be easilly cancelled or withdrawed. The last three decads of Germany’s contemporary history is also approving this statement.

    The movement of asylum-seekers and the illegals (Non-citizens) is a rise-up of the most deprived people of our societies who have occupied the streets for receiving their basic human demands. asylum-seekers and illegals (Non-citizens) are fighting against the inhuman and racist laws in the cold streets or rough situations, where they are always encountered with the police violence and the attacks by racist gangs, as well as being threatened by the official authorities.

    This invitation to subjectivity in all districts and fields related to human’s social existence, is our message to all those who are sympathetic with the current refugee’s movement in Germany
    In order to support their struggles and to make solidarity with this movement, we will come into the streets on 1th May (International workers day) in our cities and accompany with them for admiring their valuable resistance.
    As a real solidarity only occurs as a practical solidarity, we also choose standing in the streets, to emphasize that these are the only places that the oppressed people should keep for their battles.

    SOLIDARITY AND STRUGGLE

    RESISTANCE OF REFUGEES
    https://www.facebook.com/Resistanceofrefugee

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