Die Verbindung bleibt – Bericht über den „Connecting Day“

Bericht über den „Connectingday – School goes Oranienplatz“ vom 04. April 2014
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– vier Tage vor der Räumung –

Was genau ist der Oranienplatz? Viele Schüler und Schülerinnen wussten das nicht. Der Platz, auf dem sie früher Fußball gespielt hatten, der Platz auf dem sie chillen konnten. Und dann wurde darauf ein Camp gebaut, in dem Flüchtlinge lebten, wieso genau?

Wir vom Bündnis Refugee Schul- und Unistreik haben deshalb den Connecting-Day veranstaltet! „School goes Oranienplatz!“, hieß es.

Schüler und Schülerinnen sollten lernen, was genau das Camp am Oranienplatz symbolisierte. Sie sollten die Menschen, die dort leben, kennenlernen, sich ein Bild davon machen, was diese Menschen durchgemacht hatten und immer noch durchmachen.

Um Vorurteile zu bekämpfen, um Freundschaften zu schließen, um zu unterstützen und um Spaß zu haben fanden ab 12:00 Uhr mittags Workshops für Schulklassen statt.

Wieso nicht einmal anders lernen? Lernen durch Erlebnisse, durch Bekanntschaften?

Wir diskutierten mit Schüler_innen über Begriffe wie Asylpolitik, Kriegsflüchtlinge, Bewegungsfreiheit, Vorurteile, Rassismus im Alltag und Repression.

Projekte, Diskussionsrunden und Informationspunkte waren über den ganzen Platz verteilt.

Auf Spanisch, Englisch, Arabisch, Französisch, Deutsch, Türkisch und anderen Sprachen erzählten wir uns Geschichten, klärten uns auf und übersetzten uns gegenseitig, was andere erzählten.

Ein Buffet begleitete das Ganze, von Brot und Kuchen, bis zu vegetarischen, veganen Gerichten und Salaten.

Eine Bühne wurde aufgebaut, um 18:00 Uhr fand ein von Schülern erarbeitetes Theaterprojekt über Frontex und Flucht statt, im Anschluss gab es Musik von der „Antinational Embassy“, den „Refugees and Friends“ und dem Rapper „Kaveh“.

Musik zum Tanzen, zum Singen, zum Leben.

Für so einen Abend hatte sich die aufwendige Vorbereitung und Mühe gelohnt. Ein Abend, der so schnell nicht vergessen sein wird. Ein Abend, an dem es egal war, wie man aussah, ob man tanzen oder singen konnte. Es war ein Abend, der zeigte, dass der Oranienplatz nicht den Vorurteilen entspricht.

Es war ein Abend von guter Stimmung, Freundschaft und Solidarität.

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